Branchen und Anwendungen
Ob Papierchemikalien, Polymerlösungen, Pigmentdispersionen oder Milchprodukte: Entscheidend ist, welche Produkteigenschaft der Mischprozess erreichen soll. Cavitron entwickelt Rotor-Stator-Maschinen und Prozessanlagen zum Dispergieren, Emulgieren, Homogenisieren und Mischen. Die folgenden Anwendungen zeigen, worauf es bei der verfahrenstechnischen Auslegung ankommt.
Papierindustrie
ASA in Stärkeleim emulgieren
Für die Papierleimung müssen ASA und Stärkeleim kontrolliert zu einer Emulsion verarbeitet werden. Dosierung, Phasenverhältnis und Emulgierbedingungen bestimmen die Qualität der Aufbereitung.
Bentonit-Suspensionen herstellen
Eine gleichmäßige Benetzung und Dispergierung schafft die Voraussetzung für die Hydratation des Bentonits. Dispergierstufe und anschließende Reifezeit müssen zur Konzentration und zur vorgesehenen Verwendung in der Papierproduktion passen.
Bitumen- und Kunststoffindustrie
Polymermodifiziertes Bitumen herstellen
Bei der Herstellung von PmB werden Polymere in Bitumen eingearbeitet. Dispergierung, Temperaturführung und Quellzeit sind auf Polymerart, Konzentration und die angestrebten Bindemitteleigenschaften abzustimmen.
Zur Herstellung von polymermodifiziertem Bitumen
Polybutadien-Kautschuk in Styrol aufbereiten
Die Prozesskette verbindet das Zerkleinern und Dispergieren des Kautschuks mit dem anschließenden Lösen in Styrol. Aufgabestückgröße, Kautschukgehalt und Viskositätsentwicklung bestimmen die Auslegung.
Zur Kautschuk-Aufbereitung in Styrol
Lebensmittelindustrie
Milchprodukte dispergieren und homogenisieren
Beim Einmischen von Pulvern und der Herstellung von Vormischungen stehen Benetzung, Klumpenabbau und eine gleichmäßige Verteilung im Vordergrund. Hygienische Ausführung und Reinigung werden an das Produkt angepasst. Eine erforderliche Hochdruckhomogenisierung oder Wärmebehandlung bleibt ein gesonderter Prozessschritt.
Farben, Beschichtungen und Harzsysteme
Ruß in Lösemitteln dispergieren
Die Aufgabe besteht darin, Ruß zu benetzen und Agglomerate kontrolliert abzubauen. Rußtyp, Feststoffgehalt, Viskosität und Temperaturgrenze bestimmen den erforderlichen Energieeintrag und die weitere Prozessführung.
Pyrogene Kieselsäure in Polyesterharze einarbeiten
Für die gewünschte Rheologie müssen Pulverzugabe, Benetzung und Dispergierintensität zusammenpassen. Maßgeblich sind das Viskositäts- und Thixotropieverhalten der Rezeptur sowie ihre zulässige Temperaturbelastung.
Zur Dispergierung pyrogener Kieselsäure
Aluminiumpulver und -pasten dispergieren
Metallpigmente erfordern eine auf Partikelform und Oberflächenbehandlung abgestimmte Verarbeitung. Die Dispergierung soll Agglomerate aufbrechen, ohne die für die Anwendung maßgeblichen Pigmenteigenschaften unnötig zu verändern.
Zur Aluminiumpigment-Dispergierung
Chemische Industrie und Oleochemie
Polymere und Harze emulgieren
Für reproduzierbare Emulsionen werden vorbereitete Polymer- oder Harzphasen mit der kontinuierlichen Phase zusammengeführt. Phasenverhältnis, Emulgatorsystem, Temperatur und Viskosität geben die Auslegungsbedingungen vor.
Zur Polymer- und Harzemulgierung
Öle und Fette mit Natriumhydroxid verseifen
Eine intensive Verteilung der Öl- beziehungsweise Fettphase und der Lauge verbessert den Phasenkontakt. Für den Reaktionsumsatz sind darüber hinaus Stöchiometrie, Temperatur und Verweilzeit entscheidend.
Zur kontinuierlichen Verseifung
Welche Ausführung passt zu Ihrem Prozess?
Für eine technische Bewertung benötigen wir die Stoffe und Konzentrationen, den gewünschten Durchsatz, Viskosität und Temperaturbereich sowie die angestrebten Produkteigenschaften. Beschreiben Sie auch den bisherigen Engpass und die Anforderungen an Werkstoffe, Reinigung und Explosionsschutz.
Auf dieser Grundlage lässt sich klären, ob ein Cavitron CD Inline-Prozessor oder eine abgestimmte Prozessanlage für Ihre Aufgabe geeignet ist und welche Versuche für die Auslegung erforderlich sind.
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